Schon gewußt?
Als Kolumbarium wird eine Begräbnisstätte bezeichnet, die in Form einer Halle, eines Gewölbes oder als Nischenwand im Freien der Beisetzung und Aufbewahrung der Urnen eingeäscherter Verstorbenen dient.
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Aus dem Lexikon
Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen
Gefährdet Menschenasche die Wasserqualität?
Seebstattungen im Bodensee lösen heftige Diskussion im Internet aus
Konstanz. Wie schädlich sind menschliche Überreste, die in wasserlöslichen Urnen im Bodensee bestattet werden? Auf diese Frage gibt es unterschiedliche Antworten - und zur Zeit eine heftige Diskussion auf der Internet-Plattform vom “Südkurier”. Die Redaktion hatte berichtet, dass Bestatter auch aus dem Kreis Konstanz Urnen im See bestatten, entgegen geltenden Umweltgesetzen.
Die leidenschaftlich geführte Internet-Diskussion darüber, ob Menschenasche im Bodensee eklig ist oder nicht, nimmt teilweise fragwürdige Formen an. "Mir geht es um die Vorstellung, dass ich tote Menschen trinke!", kritisiert eine Bloggerin. Andere verweisen auf die große Wassermenge, die im See ruhe und durch die sich die Asche völlig problemlos verteile. "Asche löst sich im Wasser nicht auf. Asche sinkt auf den Boden. Also trinkt man das auch nicht. Asche ist verbranntes organisches Material. Egal ob man Grillasche vor sich hat oder seinen verbrannten Großvater", meint dagegen ein anderer Schreiber.
Nach Einschätzung der Wasserrechtsbehörde im Landratsamt Konstanz spielt menschliche Asche, die im See eingebracht wird, für die Qualität des Wassers keine Rolle, sofern es bei den bisherigen Einzelfällen bleibe. "Der Eintrag von Asche schädigt das Wasser in seiner Qualität nicht", erklärte umgehend auch Landrat Frank Hämmerle. Seine Wasserfachleute sind sich sicher, dass das ungeheure Volumen des Bodensees mit seinen 48 Kubik-Kilometern die Aschemengen problemlos aufnehmen könne. Allerdings, so betont Hämmerle deutlich, sei die Frage vielmehr ethisch zu betrachten und politisch zu lösen. Er persönlich lehne eine Urnenbestattung im See ab, wie sie auch vom Sozialministerium ausdrücklich verboten worden sei.
Für den Überlinger FDP-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Wetzel ist "eine Möwe, die in den See macht, aus Umweltsicht problematischer als menschliche Asche, die auf bis zu 1200 Grad erhitzt wurde". Diese sei rein. Deutschland sei außerdem fast das einzige Land in Europa, das die Bestattungskultur so streng regele. Die meisten EU-Länder seien viel liberaler.
Quelle: www.suedkurier.de
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