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Als Kolumbarium wird eine Begräbnisstätte bezeichnet, die in Form einer Halle, eines Gewölbes oder als Nischenwand im Freien der Beisetzung und Aufbewahrung der Urnen eingeäscherter Verstorbenen dient.

 

Noch mehr spannende Infos gibt's im Lexikon.

Aus dem Lexikon

Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen

Nach 50 Jahren Wachwechsel bei den Totenfrauen

In Wiedensahl liegt das Traditionsamt seit vier Generationen in den Händen einer Familie

Wiedensahl. Wiedensahl hat eine neue Totenfrau. Die Nachfolge von Ilse Mohnke hat deren Tochter Helga Schaer angetreten. Damit bleibt dieses Amt nun schon in vierter Generation in der Familie. Ilse Mohnke war über 50 Jahre Totenfrau. In dieser langen Zeit hat sie gut 500 Todesfälle in ihrer niedersächsischen Heimatgemeinde begleitet.

 

Zu den Aufgaben einer Totenfrau gehört in Wiedensahl das Läuten der Kirchenglocken nach einem Todesfall, die Überwachung der Kühlung in der Kapelle und ab und an auch das Ankleiden und Aufbahren der Verstorbenen als rechte Hand des von den Angehörigen beauftragten Bestattungsunternehmers.

 

Auch bei den Trauerfeiern in der Kapelle ist die Mitarbeit und Mithilfe der Totenfrau gefragt. Nicht zu vergessen natürlich die tröstenden Worte an die trauernden Hinterbliebenen. Ilse Mohnke, so wurde ihr immer wieder von allen Seiten bescheinigt, hat dabei stets den richtigen Ton getroffen und die passenden Worte gefunden.

 

Nach der Erfahrung von Ilse Mohnke muss eine Totenfrau über eine gesunde Konstitution verfügen, vor allem aber starke Nerven haben. Besonders dann, wenn es sich bei den Verstorbenen um gute Bekannte, Freunde oder gar Verwandte handelt. In 50 Jahren hat sich Ilse Mohnke nur dreimal vertreten lassen. Natürlich von Tochter Helga. Aber nicht weil sie krank war, sondern weil sie eine Woche verreist war.

 

Mit dem Bau der Kapelle vor 30 Jahren ist nach Erinnerung von Ilse Mohnke vieles einfacher geworden. Die damals übliche Aufbahrung der Verstorbenen in den eigenen vier Wänden habe viele Probleme mit sich gebracht. Leichter ist mittlerweile auch die Betätigung der Kirchenglocken – nach einem Todesfall um 12 Uhr – geworden, denn während früher ein Aufstieg in den Turm erforderlich war, genügt heute ein Knopfdruck.

 

Quelle: www.sn-online.de

 

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